Gesellschaftliche Themen

Fasching, Fasnacht, Karneval? 

Bei manchen Begriffen ist uns direkt klar, dass es sich um die bunteste Zeit im Jahr handelt. Mit „Fasching“ oder „Karneval“ kann jeder etwas anfangen und weiß direkt, dass von lauter Musik, lustigen Kostümen und Funkenmariechen die Rede ist. Andere Begriffe, wie „Fastelovend“, „Fasteleer“ sorgen oftmals für Verwirrung und werden nur in wenigen Regionen Deutschlands verstanden. 

Hier, in der badischen Region werden die närrischen Tage häufig „Fasnacht“ oder „Fasching“ genannt- von „Karneval“ oder anderem, hört man eher selten. Auch im Osten Deutschlands, sowie in ganz Bayern findet man fast ausschließlich den Begriff „Fasching“. Unsere schwäbischen Nachbarn in Stuttgart sprechen oftmals von „Fasnet“.  Hamburg hebt sich mit dem Namen „Feslam“ beziehungsweise „Faslam“ hervor.  

Na gut, welcher Name ist dann jetzt der Richtige? 

In der Narrenhochstadt Köln sollte die Antwort liegen: jedoch kann sich diese Stadt wohl auch nicht auf einen Namen einigen. Kölnische Sänger singen vom „Fastelovend“, auf dem Land ist „Fasenach“ geläufig und im Fernsehen spricht man vom „Kölner Karneval“. Tja, dann müssen wir wohl die Namen genauer unter die Lupe nehmen:  

Fastnacht, Fasnet, Fastelovend… 

Klar, diese Namen beschreiben die bunten Volksfeiertage als genau das, was sie sind: die Nächte vor der christlichen Fastenzeit. Traditionell gelten diese Tage als letzte große Feier, bevor die Zeit des Verzichts beginnt. Aus „Nacht“ wurde regional durch bestimmte Dialekte „Net“, aus „Fasten“ wird „Fas“ oder „Fase“ und im pfälzischen spricht man statt vom „Abend“ vom „ovend“.  

Fasching 

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, hat auch der Name „Fasching“ mit der Fastenzeit zu tun: Im 13. Jahrhundert erscheint erstmalig das Wort „vaschanc“ oder „vaschang“, was so viel bedeutet wie „Ausschenken des Fastentrunks“. Später entwickelte sich das Wort über „Faschang“ zu „Fasching“ 

Karneval 

Der Name „Karneval“ leitet sich aus dem lateinischen ab. Vermutlich stammt es von „Carne levare“ (Fleisch fortnehmen) oder „Carne, vale“ (Fleisch, lebe wohl) und bezieht sich auf den Verzicht von Fleisch in der Fastenzeit 

„Richtig“ sind also alle Namen und allesamt beschreiben sie dieselbe lustige, närrische Zeit, die uns bevorsteht J  

Welcher Begriff gefällt euch am besten oder wie sagt man bei euch zuhause? 

Eure Schülerzeitung WichTiG